Trends für Marketing und Verkauf

Neue Märkte:
Die klassische Landkarte der Marktplätze hat ausgedient: Bedürfnis und Nutzen werden von Motiv und Möglichkeit abgelöst, statt Angebot und Nachfrage regieren Kommunikation und Verfügbarkeit. Die Kommunikation wird zunehmend vom mind des customers bestimmt, zum Vergleich: früher folgte das Bewusstsein der Information (klassische Manipulation), heute ist es umgekehrt: der Bedeutungsgenerator Kunde formt die Information und damit den Kommunikationsprozess.

Folge:
Marketing- und Verkaufsprozesse werden komplexer, verlängern und verteuern sich.

Individualisierung:
Der Trend zur Individualisierung führte zu einer Massenindividualisierung, die wiederum zu einer Verstärkung des zyklischen Verhaltens von Kunden und Investoren führt. Unterschied zu bisher: Zyklen werden unberechenbarer, volatiler und kurzzeitiger und paradoxe Zyklen (entgegen gesetzte Marktentwicklungen) treten gleichzeitig auf.

Zwang zum Trend:
Eine Folge der Verstärkung des zyklischen Verhaltens: Trends liegen im Trend als Orientierungs-, Effekt- und Überraschungseffekte. Innovative Ideen, neue Namen, ungewöhnliche Features setzen die aktuellen Trendleads im Marketing Management (MM). Wer Trends nützt, ist im Vorteil, wer sie setzt, gewinnt.

Markenbranding:
Bei Reizüberflutung und info overload ist Aufmerksamkeit alles. Sie hilft dem Verbraucher sich zu orientieren und zu inszenieren, Markenbranding avanciert deshalb zur Königsdisziplin im MM.

Visionen:
Virtuelle Welten sind fiktive Welten, weshalb die Fiktion die Sprache des Internets ist. Wer also im virtuellen Raum Business machen will und virtuelle Mehrwerte schaffen will, muss in Fiktionen denken und kommunizieren.
Dabei gilt: Die Fantasie des Kunden ist der top market place, denn dort werden die Kaufmotive der Zukunft generiert.

Emotions & Spirit:
Vorbei die Zeiten, wo Spiritualität nur Religiösem oder Esoterischem vorbehalten war, zunehmend mehr Menschen suchen nach spiritueller Erfüllung ein starkes Motiv für kommende Konsumwelten, es entsteht eine Postesoterik der Massen . Dazu gehört eine neue Emotionalisierung des globalen Business: Menschlichkeit, Ethik und kulturelle Bildung sind die most in soft values.

Personality & Options:
Unternehmen brauchen mehr Persönlichkeiten: interne leaders und externe guides, die klar und verständlich sagen, was Sache ist in aller Freundschaft, emotional und visionär. Solche, die alles möglich machen für ihre Kunden und Mitarbeiter, solche, bei denen alles greifbar erscheint, selbst absurde Ideen. Kühle, harte und fade Manager kommen auf die Ersatzbank.

Customer relations:
Die Top-values eines jeden Unternehmens, most-in: Freundlichkeit und innovativer Service. Produkte sind längst Dienstleistung und als solche Service-Metaphern für die Ich-Evolution des Kunden. Achtung: Jahrelang war Arroganz und Machtstreben angesagt, Freundlichkeit muss wieder erlernt werden. Ein Retro-Trend: In den 70er hieß der Trend human relations. Gutes kommt eben immer wieder. Out: Begriff Kundenorientierung man orientiert sich nicht am Kunden, sondern integriert ihn.

Active Aging consumizing:
Senioren, die neuen consumer, verändern durch andere Bedürfnisstruktur die Markt- und Produktkultur: Langsamer, freundlicher, verständlicher und fürsorglicher müssen die Verkaufsstrukturen werden, sollen sie eine der zukünftig größten Zielgruppen wirklich erreichen. Out: Der von den Werbeagenturen in Selbstreflexion erfundene all super customer: jung, dynamisch und vermögend. Den gibts gar nicht.