eBusiness

E-Business Studie

Wie sieht die Zukunft im E-Business aus? Die neue Studie zeigt, wie Unternehmen mit dem E-Business umgehen und ob alle Potenziale genutzt werden.

Zahlreiche Experten schätzen, dass weit mehr als ein Drittel aller Unternehmen negative Erfahrungen mit dem E-Business gemacht hat. Die Wahrheit ist jedoch viel dramatischer. In der neuesten Studie, zu der über 350 Firmen ihre Erfahrungs- werte preisgaben, sagen rund 65 Prozent der Unternehmen, dass sie keine E-Business-Erfolgsgeschichte kennen. Auch haben knapp 54 Prozent der befragten Firmen ihre Ziele in Sachen E-Business nicht oder kaum erreicht.


Was sind erfolgversprechende Ansätze der Internet-Technologie?

Oftmals wurden grundsätzliche Regeln betriebswirtschaftlichen Handelns im Umgang mit E-Business einfach außer Acht gelassen,“ resümieren die Ersteller der Studie. Die Experten brachten die Kernaussagen der Studie zur Bedeutung der B2B-Integration auf den Punkt.
Die Chancen der Internet-Technologie liegen insbesondere in der Neuorganisation von Geschäftsprozessen innerhalb und zwischen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Supply Chain) und nur untergeordnet in der Nutzung des Internets zur Öffnung und Sicherung neuer Vertriebskanäle. So gehen ein Drittel aller Befragten davon aus, dass schon bis zum nächsten Jahr 80 Prozent aller Geschäftspartner diese Form der elektronischen Abwicklung der Geschäftsprozesse verlangen werden.

Anmerkung ConfoRs: Es ist weit verbreitet, das man immer noch "Internet" mit "digitaler Kommunikation" verwechselt.

zum Beispiel: Werbung, Dokumentmanagement


Aktive B2B-Nutzung noch am Anfang

Die Studie zeigt deutlich, dass die aktive Nutzung von digitaler Kommunikation auch Internet im Business-to-Business-Bereich (b2b) noch ziemlich am Anfang steht. Es gehen jedoch 31,2 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass sie in den nächsten zwei Jahren bis zu 20 Prozent ihres Umsatzes mit Hilfe von IT-Technologien über das Internet abwickeln werden. Lediglich 8,5 Prozent sehen einer aktiven Nutzung des Internet weiterhin negativ entgegen.

Besondere Probleme macht offensichtlich eine „allgegenwärtige Inkompatibilität“, d.h. die zentrale Barriere ist in der Vielfalt der bestehenden DV-Systeme zu sehen und ihrem „nicht zu einander passen“. Dies bestätigt die Studie. 21,4 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie zehn und mehr verschiedene Software-Systeme unabhängig von ihren Standard-Anwendungsprogrammen einsetzen.

Die Kosten sind unschwer einzuschätzen, denn annähernd jedes zehnte Unternehmen ist unzufrieden und beziffert den Aufwand für die Lösung der Schnittstellen-Problematik zwischen internen und externen Systemen mit mehr als 50 Prozent ihrer IT-Ressourcen.

Anmerkung ConfoRs: Hier können wir Ihnen helfen!


Einspar-Potenzial in der Abwicklung von Geschäfts-Prozessen

Wie kommunizieren die Unternehmen heute miteinander und mit ihren Geschäftspartnern? 31,1 Prozent der an der Studie teilnehmenden Firmen schätzen, dass tradierte Arbeitsweisen „zu Fuß“ und mit viel Papier immer noch vorherrschen. 80 Prozent der Transaktionen (Geschäftsprozesse) laufen demnach manuell und papierbasiert ab. Und doch sieht die Mehrzahl der Unternehmen (73,3 Prozent der Befragten) ihr größtes Kosteneinsparungspotenzial in der vollelektronischen Geschäftsprozess-Abwicklung zu Kunden und Lieferanten.

Und hier liegen die wirklichen Chancen“ erklären die Experten der Studie. „Back-to Business - die Konzentration auf die Geschäftsprozesse entlang der gesamten Supply Chain und ihrer Optimierung durch den Einsatz moderner Technologien, d.h. die elektronische Geschäfts-Prozess Abwicklung (e-GPA) ermöglicht Einsparungen in Höhe von 0,5 bis 3 Prozent des Umsatzes.“ Das bestätigen auch 59 Prozent der befragten Unternehmen.

Quelle: Wirtschaftswoche Ausgabe August 2002